Dritter Vortrag

GA 148/1913-11-18/p015 ·1913-11-18 · original (original)
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Solcher Ereignisse wären noch manche zu erzählen. Insbesondere wurde seine Geduld gerühmt. Von dieser Geduld sagte man, sie sei unerschöpflich. Und einmal, so wird sogar erzählt, ging jemand eine Wette ein, Hillels Geduld aufs äußerste zu erschöpfen, so daß Hillel zornig werden sollte. Die Wette war eingegangen, und der, welcher den Hillel zornig machen wollte, das heißt, seine Geduld ausschöpfen wollte, hatte die Aufgabe, dieses zu tun. Und er tat das Folgende. Er ging hin, als Hillel seine Vorbereitungen traf zu dem, was er am Sabbat zu lehren hatte und gerade im Negligé war, pochte an die Tür und rief: Hillel, Hillel, komm heraus! — Hillel fragte: Was ist denn? Ach, Hillel, komm heraus, ich habe eine wichtige Frage an dich! Hillel zog sich seinen Rock an, ging hinaus und sagte: Mein Sohn, um was hast du mich zu fragen? — Da sagte der Betreffende, der die Wette eingegangen war, zu ihm: Hillel, ich habe eine wichtige Frage an dich. Warum haben manche Leute unter den Babyloniern so spitze Köpfe? — Und Hillel antwortete: Mein lieber Sohn, weißt du, die Babylonier haben so schlechte Hebammen, und da werden sie unter so ungünstigen Umständen geboren. Daher haben dort manche Leute so spitze Köpfe. Geh nun, deine Frage ist beantwortet. - Und Hillel ging wieder in das Haus hinein und bereitete sich weiter für den Sabbat vor.

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Cite: GA 148/1913-11-18/p015 · edition original