Dritter Vortrag
Man wird, wenn man das erschaut, wahrhaftig nicht sentimental, denn der Eindruck, den man aus der geistigen Welt wahrnimmt, hat nichts von Sentimentalität. Es gibt wohl kaum einen Eindruck, der sich an Leiden vergleichen ließe mit dem Einswerden der Christus-Wesenheit mit der Leiblichkeit des Jesus von Nazareth. Und man lernt erkennen, was ein Gott leiden mußte, damit die altgewordene Menschheit eine neue Verjüngung erleben konnte, damit der Mensch fähig werden konnte, von seinem Ich völlig Besitz zu ergreifen.
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GA 148/1913-11-18/p038 · edition original