Zweiter Vortrag
Ich finde es brutal, daß ich dieses zu sagen genötigt bin, aber es muß schon einmal gesagt werden, weil Sie nicht ungewarnt sein sollen vor dem, was heute passiert. Wenn auch nicht viele das Buch lesen werden, aber das, was davon abstammt, wandert in viele Bücher und Vorträge und figuriert als Logik. Daher kommt es ja, daß es so unendlich schwierig ist gegenüber dem unreifen Denken unserer Zeit, nicht nur mit geisteswissenschaftlichen Gedanken zu kommen, sondern mit den positiven Resultaten der Akasha-Forschung, von denen ich das letzte Mal sprach. Das nötigte mich zum Aussprechen der Worte, die eben gebraucht worden sind, daß wirklich von unseren Freunden empfunden werden sollte die Notwendigkeit, sich gründlich und tief zu durchdringen — gerade dann, wenn es sich darum handelt, Dinge zu behandeln, bei denen das gewöhnliche Denken nicht mehr ausreichen kann — mit der Anschauung von der Notwendigkeit eines streng geschulten Denkens. Sonst wird es selbstverständlich noch lange dauern, bis wir dahin kommen, daß wir gegenüber dem Denknebel unserer Zeit, der sich so kritisch gebärdet, mit positiver okkulter Forschung durchkommen. Selbstverständlich kann diese nur einer aufnehmen, der seine Seele durch die Ergebnisse der Geisteswissenschaft, die mehr in Gedanken geprägt werden können, erst vorbereitet hat. Zu solchen nur kann man sprechen von Dingen, in die man mit bloßen Gedanken nicht mehr hineinkommen kann, sondern die erzählt werden müssen, wie sie sich ergeben aus der Akasha-Forschung. Nicht unzusammenhängend - trotzdem es nur Erzählungen sind, was ich als Fünftes Evangelium gab - sind sie mit dem, was in strengem Gedankengefüge auch die Geistesforschung zu geben hat, wenn es auch nicht sogleich so erscheint.
Cite:
GA 148/1913-12-10/p012 · edition original