Zweiter Vortrag
Die Ablehnung dieser konkreten Forschungsresultate rührt von nichts anderem her als davon, daß das moderne Denken zu stumpf ist, um wirklich in die Ergebnisse der Geistesforschung einzudringen. Erkennen sollte man, daß es natürlich ist, daß ein Mensch, der solche Gedanken formen kann wie sie angeführt wurden, gar nicht in der Lage ist, in die Geisteswissenschaft wirklich einzudringen. Das ergibt die Richtlinie, die wir einhalten sollen gegenüber dem, was sich heute vielfach als philosophische Weltanschauungsliteratur brüstet. Das macht notwendig, daß wir uns gerade bei Besprechung solcher Dinge durchdringen mit dem Gedanken von der Notwendigkeit, daß solche Dinge gegenwärtig wenigstens an einige Seelen herankommen, damit sie allmählich in der richtigen Weise in das Geistesleben der Gegenwart einfließen.
Cite:
GA 148/1913-12-10/p013 · edition original