Zweiter Vortrag

GA 148/1913-12-10/p024 ·1913-12-10 · original (original)
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Man muß jetzt zu Hilfe nehmen, was ich einmal in einem Vortragszyklus, der jetzt auch schon gedruckt erschienen ist, sagte: daß noch zur alten Sonnenzeit Luzifer eine Wesenheit war, die dazumal der Christus-Wesenheit gleichstand, so daß also die Christus-Wesenheit, die jetzt untergetaucht war in einen menschlichen Leib, den hohen kosmischen Rang fühlen mußte, den Luzifer hatte und ihn als ebenbürtig fühlen mußte trotz allem, was mit ihm vorgegangen war, bis er der Versucher wurde. So daß schon verstanden werden kann, wie Luzifer an ihn die Forderung richten konnte: Erkenne mich an. — Wenn Luzifer so etwas spricht, wirklich so sagt, daß es auf okkulten Wegen sich in die Menschenseele ergießt, da schwillt alles das gewaltig an, was in der Menschenseele an Kräften des Hochmuts, des Stolzes lebt. Daher gibt es kein anderes Mittel - wenn die allerstärkste Versuchung herantritt, den Gefühlen des Hochmutes und versteckten Stolzes zu verfallen -, als mit konzentriertester Seelenkraft dem zu widerstehen.

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Cite: GA 148/1913-12-10/p024 · edition original