Zweiter Vortrag
Als Christus ans Kreuz geschlagen worden war, trat eine weit über die Gegend sich ausbreitende Verfinsterung ein. Aus der Akasha-Chronik war bisher noch nicht zu konstatieren, woher sie gekommen ist, ob sie irdischen oder kosmischen Ursprungs war. Aber sie war da, und was eine solche Verfinsterung bedeutet, kann okkult beobachtet werden bei einer Sonnenfinsternis. Ich will nicht sagen, daß es damals eine Sonnenfinsternis war, es könnte sich auch um eine bedeutende Wolkenverfinsterung gehandelt haben. Aber es ist etwas anderes, wenn die Sonne bei Tag verfinstert am Himmel steht, als wenn es einfach Nacht ist. Was eine solche allgemeine Verfinsterung aber für eine Wirkung hat, ist schon bei einer zum Beispiel durch den Mond eintretenden Sonnenbedeckung zu erkennen. Dabei gehen große okkulte Veränderungen bei allen Lebewesen, Menschen, Tieren und Pflanzen vor sich; das ganze Gefüge zum Beispiel zwischen physischem Leib und Ätherleib der Pflanzen verändert sich, die ganze Welt sieht ganz verändert aus und mit ihr die Erdenaura. Das letzte Mal hat es einen ganz besonders erschütternden Eindruck auf mich gemacht, als ich es beobachten konnte bei einer Sonnenfinsternis während eines kurzen Vortragszyklus in Stockholm. Es ist da tatsächlich so, daß für das Stück Erdenaura, wo die Verfinsterung am größten ist, große Veränderungen vor sich gehen. Und durch ein solcherart beeinflußtes Stück Erdenaura floß der Christus-Impuls damals in die Erdenentwickelung ein, als der Christus Jesus am Kreuze starb. Das ist das Wunderbare, das heilige Ereignis der Verfinsterung weithin um das Kreuz auf Golgatha.
Cite:
GA 148/1913-12-10/p041 · edition original