Erster Vortrag

GA 148/1913-12-17/p009 ·1913-12-17 · original (original)
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Es muß durchaus bemerkt werden, daß keineswegs sofort die Lebensmöglichkeit aufhört für einen Menschen, der, wie jetzt für den salomonischen Jesusknaben geschildert worden ist, sein Ich aufgibt. Wie eine Kugel eine Zeitlang fortrollt, gleichsam durch ihre innere Kraft, so lebt ein solches Wesen eine Zeitlang fort durch die Kraft, die in ihm lebt; und für denjenigen, der nicht in feiner Weise Menschenseelen beobachten kann, ist der Unterschied kein sehr großer zwischen dem, was sich darbietet als eine solche Seele, die ihr Ich noch hat, und einer, die ihr Ich verloren hat. Denn im gewöhnlichen Leben wirkt nicht so sehr, wenn wir einer Seele gegenübertreten, unmittelbar das Ich. Was wir an einem Menschen erfahren, was wir von ihm gewahr werden, das ist im allergeringsten Maße eine unmittelbare Offenbarung des Ichs, das ist eine Offenbarung des Ichs durch den Astralleib. Den Astralleib aber behielt jener andere Jesusknabe; und nur der, welcher sorgfältig unterscheiden kann — und es ist dies nicht leicht —, ob alte Gewohnheiten, alte Gedanken weiterwirken in einer Seele, oder ob fortan noch Neues aufgenommen wird, der kann dadurch gewahr werden, ob das Ich noch da ist oder nicht. Aber ein Siechtum beginnt, eine Art Absterben, Abdorren, und so war es bei diesem Jesusknaben.

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Cite: GA 148/1913-12-17/p009 · edition original