Erster Vortrag

GA 148/1913-12-17/p019 ·1913-12-17 · original (original)
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Es ist noch etwas anderes, etwas ganz anderes, sozusagen die Dinge theoretisch kennenzulernen, als zu schauen, wie auf einen Opferaltar, auf den einstmals göttlich-geistige Kräfte herabgeflossen waren, jetzt Dämonen herabstiegen, die abnorme Seelenzustände, Krankheiten und so weiter bewirkten. Dies anzuschauen in Geistesschau ist etwas anderes, als theoretisch davon zu wissen. Aber Jesus von Nazareth sollte das in unmittelbarer Geistesschau erkennen, sollte sehen, wie die Sendboten von Luzifer und Ahriman wirkten; er sollte sehen, was sie unter dem Volke angerichtet hatten. Er fiel plötzlich wie tot hin. Die Menschen ergriffen erschrocken die Flucht. Er aber hatte, während er so wie entgeistert, wie entrückt war in eine geistige Welt, den Eindruck von alledem, was einstmals die Uroffenbarungen zu den Heiden gesprochen hatten. Und so wie er Geheimnisse vernommen hatte, die den alten Propheten verkündet worden waren und die jetzt nicht einmal mehr wie ein Schatten in der jüdischen Kultur lebten, so konnte er jetzt durch geistige Inspiration hören, in welcher Art diese Geheimnisse den Heiden verkündet worden waren.

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Cite: GA 148/1913-12-17/p019 · edition original