Erster Vortrag
Daß die Menschheit als solche alt wird, das ist der Gedanke, das ist die Empfindung, die man jetzt in der Akasha-Chronik sieht und während der Erzählung des Jesus von Nazareth fühlt. Während er so zu der Mutter sprach, während sozusagen der Sinn der Menschheitsentwickelung aus seinen Worten tönte, da wußte er in einem Augenblick, in dem gleichsam alles, was in seinem Selbst war, in seine Worte überfloß, daß mit ihnen aus seinem Eigenwesen etwas fortging, denn seine Worte waren dasjenige geworden, was er selbst war. Das war auch der Moment, wo jetzt hineinfloß in die Seele der Stief- oder Ziehmutter jene Seelenwesenheit, die in seiner leiblichen Mutter gelebt hatte, die nach dem Herausgehen des Zarathustra-Ichs in den Leib des anderen Jesusknaben der Erde abgestorben war und seit dem zwölften Lebensjahr des Jesus in geistigen Regionen lebte. Sie konnte von jetzt ab diese Seele der Stiefmutter durchgeistigen, so daß diese mit der Seele der leiblichen Mutter des nathanischen Jesusknaben lebte.
Cite:
GA 148/1913-12-17/p032 · edition original