Fünfter Vortrag

GA 148/1914-01-13/p007 ·1914-01-13 · original (original)
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Wenn wir dies vorausschicken, müssen wir in der Tat die Erde gewissermaßen als den Schauplatz innerhalb des Kosmos betrachten, auf dem der Mensch sein Ich zu entwickeln hat. Das althebräische Altertum bezeichnete Jahve oder Jehova als diejenige Wesenheit der höheren Hierarchien, unter deren Einfluß es sich gestellt hat. Wenn wir uns die biblische Schöpfungsgeschichte vornehmen - ich versuchte in dem Zyklus über «Die Geheimnisse der biblischen Schöpfungsgeschichte», München 1910, die einschlägigen Verhältnisse auseinanderzusetzen -, so wird uns auch in ihr sehr deutlich dargestellt, wie aus einer Siebenheit von Wesenheiten der höheren Hierarchien, aus der Siebenheit der Elohim, sich herausentwickelt der eine der Elohim, Jahve oder Jehova. Man möchte sagen, wie die Gesamtheit des menschlichen Organismus sich ausgestaltet nach dem Kopfe hin, so gliederte sich die Siebenzahl der Elohim in der Weise, daß diese Siebenzahl in einem von ihnen, in Jahve oder Jehova, eine besondere Ausgestaltung findet, so daß dieser gleichsam für die Erdentwickelung zu ihrer Hauptwesenheit wird. Das sieht das althebräische Altertum, das anerkennt es. Und es sieht daher in Jahve oder Jehova diejenige Wesenheit aus der Reihe der höheren Hierarchien, zu der man sich in besondere Beziehung setzen muß, um das Ich zur Entwickelung zu bringen. Es ist wahrhaftig die Entfaltung des althebräischen Altertums eine besondere Etappe in der Ich-Entwickelung der Menschheit, und man fühlte innerhalb des althebräischen Altertumes den Einfluß von Jahve oder Jehova so, daß durch die Art, wie man sich zu ihm stellte, wie man ihn empfand und fühlte, das Ich allmählich zum Erwachen kommen konnte.

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Cite: GA 148/1914-01-13/p007 · edition original