Fünfter Vortrag

GA 148/1914-01-13/p016 ·1914-01-13 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Aus den eben angeführten Gründen aber kam dieses althebräische Volk, insbesondere als es gegen das Mysterium von Golgatha zuging, immer mehr von dieser Anschauung ab. Da kam dann einer, der in sich die Mission fühlte, stark hinzuweisen auf das, was den Juden eigen sein sollte. Das war gerade der Täufer Johannes. Er fühlte sich vor allen Dingen dazu berufen, stark auf das hinzuweisen, worin der Juden Stärke lag und was wir jetzt eben charakterisiert haben. Als er so die Entwickelung der jüdischen Religion um sich herum wahrnahm, kleidete er seine Empfindungen in Worte. In gewaltige, in bedeutsame Worte kleidete er seine Empfindungen. Er sagte etwa: Ihr nennt euch «Kinder Abrahams». Wäret ihr Kinder Abrahams, dann müßtet ihr wissen, daß euer Gott, der der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs war, der Gott Jahve oder Jehova, verbunden ist mit dem Irdischen, was er dadurch ausgedrückt hat, daß er aus Erde den ersten Menschen geformt hat. Aber ihr seid nicht mehr in eurer Seele Kinder Abrahams. Ihr seid von dem Geschlechte derer, die nach oben schauen und nach den oberen Kräften. Ihr seid verfallen dem, was man mit dem richtigen Symbolum der «Schlange» bezeichnet. Ihr seid von dem Gezücht der Schlange!

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/148/1914-01-13/p016.json
Cite: GA 148/1914-01-13/p016 · edition original