{"corpus":"steiner","locus":"GA 149/1913-12-30/p008","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ich will dieses durch folgendes erklären. Beim Einziehen der Seelen in die Menschenkörper würde zum Beispiel das Auge von einer Farbe nicht nur so beeindruckt worden sein, affiziert worden sein, daß es sie so wahrgenommen hätte, wie es später diese Farbe sah, sondern von der einen Seite würde das Auge so beeindruckt worden sein, daß es sich durchseligt gefühlt hätte, von einem heftigen Lustgefühl durchzogen worden wäre; das Auge hätte förmlich geglüht von Lust bei der einen Farbe, bei der anderen würde es durchzogen worden sein von intensiver Antipathie gegen diese Farbe, würde schmerzlich berührt worden sein. Also durch das, was durch die luziferischen und ahrimanischen Einflüsse vorhanden war, waren Körper nicht möglich, deren Sinne für die Seelen, die jetzt von den Planeten heruntergekommen waren, richtige Aufenthaltsorte hätten abgeben können. Gequält von der Antipathie und Sympathie ihrer Sinne wären die Menschen gewesen; man hätte so durch die Welt gehen müssen, daß man fortwährend von Sympathie beseligt oder von Antipathie gequält worden wäre, je nachdem man diese oder jene Farbe gesehen hätte; man wäre beseligt oder furchtbar schmerzhaft zurückgestoßen worden. So war die ganze Evolution veranlagt, so wirkten die kosmischen Kräfte herein auf die Erde, namentlich von der Sonne aus, daß die Sinne in einer solchen Weise wären ausgebildet worden. Jedes Beschauen der Welt in Weisheit, in einer gewissen gelassenen Weisheit, wäre unmöglich gewesen. Es mußte eine Änderung in den kosmischen Kräften stattfinden, die aus der kosmischen Umgebung der Erde hereinflossen und die Sinne der Menschenleiber aufbauten, ausgestalteten. Es mußte in der geistigen Welt etwas geschehen, daß die Kräfte nicht so hereinkamen, daß diese Sinne bloße Antipathie- und Sympathieorgane geworden wären, denn das wären sie geworden unter Luzifers und Ahrimans Einfluß. Aus diesem Grunde geschah folgendes:","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dritter Vortrag","site_heading":null,"date":"1913-12-30","location":null,"word_count":285,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/149/1913-12-30/p008","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/149/1913-12-30/p008"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/149/1913-12-30/p008","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}