{"corpus":"steiner","locus":"GA 149/1913-12-30/p014","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dann trat im weiteren Verlauf der Menschheitsentwickelung ein Drittes ein. Eine dritte Unordnung hätte kommen müssen in dieser Menschheitsentwickelung, wenn die Seelen nur die Körper immer fortgesetzt hätten beziehen müssen, die auf der Erde möglich geworden wären. Wir können sagen, bis zu dieser Zeit war im wesentlichen das Leibliche geordnet. Durch die beiden Christus-Taten in den übersinnlichen Welten waren des Menschen Sinnesorgane so eingerichtet, daß der Mensch den Leib in entsprechender Weise auf Erden benutzen kann. Es waren auch die Lebensorgane so eingesichtet, daß der Mensch den Leib in entsprechender Weise benutzen kann. Nicht aber waren die Seelenorgane eingerichtet. Der Mensch hätte mit seinen Seelenorganen in Unordnung kommen müssen, wenn weiter nichts geschehen wäre. Und da meine ich namentlich, das Denken, Fühlen und Wollen hätten in Unordnung kommen müssen, so daß das Wollen das Denken, das Fühlen das Wollen und so weiter immerfort gestört hätte. Die Menschen wären gewissermaßen verurteilt gewesen zu einem fortwährenden chaotischen Gebrauche ihrer Seelenorgane, des Denkens, Fühlens und Wollens. Sie wären entweder Rasende geworden durch ein Übermaß des Wollens, oder aber umdämmert durch ein zurückgehaltenes Fühlen, oder Leute mit flüchtigen Ideen durch ein hypertrophiertes Denken und so weiter. Das war die dritte große Gefahr, der die Menschheit in gewisser Weise auf Erden ausgesetzt war. Nun wird das, was diese drei Seelenkräfte — Denken, Fühlen und Wollen — ordnet, auch noch von dem Kosmos aus geordnet, von der Erdenumgebung; denn die Erde selber ist im wesentlichen der Schauplatz für die Ordnung des Ich. Das entsprechende Zusammenwirken der drei Seelenkräfte, des Denkens, Fühlens und Wollens, muß geordnet werden, jetzt aber nicht von allen Planeten aus, sondern nur von Sonne, Mond und Erde, so daß durch das entsprechende Zusammenwirken von Sonne, Mond und Erde, wenn dieses harmonisch ist, auch der Mensch veranlagt wird zu einem harmonischen Zusammenwirken seines Denkens, Fühlens und Wollens.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dritter Vortrag","site_heading":null,"date":"1913-12-30","location":null,"word_count":303,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/149/1913-12-30/p014","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/149/1913-12-30/p014"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/149/1913-12-30/p014","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}