X. Luziferisches und Ahrimanisches im heutigen Kulturleben
Nun wollen wir uns die öffentliche Meinung ansehen. Die kommt herauf aus der Gesetzmäßigkeit, die darin besteht, daß Luzifer und Ahriman eingreifen mußten in das Weltbild. Früher gab es anstelle der öffentlichen Meinung Leute, deren Seelenleben hinaufreichte bis zu den geistigen Geheimnissen. Es ging von diesen Persönlichkeiten im Guten und im Bösen ein Einfluß auf das Weltenleben aus. Das begreift man, wenn man zum Beispiel die Geschichte von Florenz zwischen den Jahren 1100 bis 1500 studiert. Heute entsprechen diesem Einfluß diejenigen Menschen, die sich bemühen, den Zusammenhang mit dem Geistigen zu erlangen. Bis zu diesem Punkt sind aber nicht mit fortgeschritten die auf dem Mond zurückgebliebenen luziferischen Wesenheiten, welche die öffentliche Meinung bestimmen. Infolgedessen ist diese um etwa ein Jahrtausend zurückgeblieben. An der öffentlichen Meinung arbeiten die allergeringsten unter ihnen, sozusagen die Rekruten nur des luziferischen Heeres. In ihnen bilden sich heraus Wesen, die einmal später als mächtige Wesenheiten auftreten werden. Sie sitzen hinter dem Redaktionstisch, sie stehen hinter dem Volksredner und so weiter. Es sind in ihrer Kunst gerade erst anfangende luziferische Geister, eigentlich noch Knirpse.
Cite:
GA 150/1913-01-12/p007 · edition original