VI. Natur und Geist im Lichte geisteswissenschaftlicher Erkenntnis

GA 150/1913-06-08/p005 ·1913-06-08 · original (original)
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Auf der anderen Seite klingt uns noch ein Wort der neueren Zeit entgegen, auch von Goethe, das da sagt, daß der Geist niemals ohne Materie und die Materie niemals ohne Geist seiend und wirksam sein könnte. Dieses Wort läßt sich sehr leicht widerlegen. Man braucht nur aufmerksam zu machen, daß, wenn ich ein Stück Granit aus einem Felsen schlage, ich dann Materie ohne Geist habe! Widerlegungen von tiefen Worten sind sehr leicht in der Welt zu finden, und man muß gerade in einer geisteswissenschaftlichen Bewegung klar einsehen, daß für das Törichte in der Welt nichts leichter ist, als mit einem großen Schein von Recht die Worte der Weisen zu widerlegen. Eine anthroposophische Anschauung muß auf diese Dinge tiefer eingehen.

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