VI. Natur und Geist im Lichte geisteswissenschaftlicher Erkenntnis
Mit diesem Erdgeist können wir uns zunächst beschäftigen. Dann zeigt sich, daß zum Beispiel auf der Erdhälfte, wo gerade in einer bestimmten .Zeit Sommer ist, diese Wesenheiten des Erdgeistes eine Art von Schlaf durchmachen, und da wo Winter ist, da wachen sie. Für das spirituelle Erkennen beginnen tatsächlich, in demselben Maße wie die Pflanzen aus der Erde aufsprießen, die elementarischen Wesen und Geister einzuschlafen. Im Winter beginnt es sich zu regen. Dann bilden diese elementarischen Wesen und Geister auf ihre Weise sich ihre Vorstellungen, Empfindungen und Gefühle. Was die Nacht für den Menschen ist, das ist auf der Erdhälfte, wo gerade Sommer ist, der Sommer, und was der Tag für den Menschen ist, das ist für die Erde der Winter. Die Erde als Gesamtwesenheit wacht und schläft wie der Mensch, aber so, daß immer die eine Hälfte mehr wacht, die andere mehr schläft, während der Mensch so organisiert ist, daß, wenn er schläft, er überhaupt im ganzen gleichzeitig schläft. Das ist eigentlich auch nicht richtig, sondern es ist beim Menschen ganz wie bei der Erde. Wenn der Mensch schläft, so schläft nur sein Kopfteil, während die anderen Organe dann um so mehr wachen. Aber der Mensch ist nur nicht darauf eingerichtet, das wahrzunehmen. Es ist eigentlich bei der Erde auch so, obwohl nicht ganz. Die eine Halbkugel der Erde hat ja mehr Wasser als die andere, daher ist es bei der Erde mit Schlafen und Wachen nicht unähnlich dem Schlafen und Wachen des Menschen.
Cite:
GA 150/1913-06-08/p008 · edition original