VI. Natur und Geist im Lichte geisteswissenschaftlicher Erkenntnis

GA 150/1913-06-08/p011 ·1913-06-08 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Diese Art der Weltbetrachtung hat abgefärbt. Auch die Glieder des Menschen und der ganze Mensch werden heute so beschrieben, als ob sie nur Natur wären, das heißt, man betrachtet den Leichnam. Denn wäre der Mensch so, wie der Physiologe, der Anatom und so weiter ihn beschreibt, so müßte er sogleich sterben. Die Physiologie beschreibt nur ihre eigene Phantasie, desgleichen die Astronomie, die Geologie mit ihrer Erdbeschreibung. Diese ist ein reines Phantasieprodukt. Das gibt es gar nicht, diese bloß natürliche Erde. Denn daß die Erde so ist, wie sie ist, ist bis in das kleinste Felsenstückchen hinein dadurch begründet, daß die Erde von dem Erdgeist durchdrungen ist.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/150/1913-06-08/p011.json
Cite: GA 150/1913-06-08/p011 · edition original