VI. Natur und Geist im Lichte geisteswissenschaftlicher Erkenntnis
Die Betrachtungsweise muß also ganz anders werden. Es ist wahr: In gewisser Hinsicht hängt das, was mit dem Wesen von Mann und Frau zu tun hat, uns unser ganzes Leben an. Es ist nicht immer angenehm, darauf hinzuweisen. Warum sind zum Beispiel mehr Frauen als Männer in der Anthroposophischen Gesellschaft? Spricht das nicht eigentlich gegen das Vorhandensein von Intellekt in der Anthroposophie? — frägt man wohl. Das ist ganz objektiv zu beantworten, nur wird man dann leicht mißverstanden. Daß die Frauen mehr zu der Anthroposophischen Gesellschaft kommen, das heißt sich die geistigen Wahrheiten leichter aneignen, das kommt, weil .sie sich im. späteren Leben mehr bewahren die Geistigkeit des Nervensystems und des: Gehirns. Beim Manne sondert sich diese früher vom Leiblichen, daher hat er nicht die Möglichkeit, so leicht das aufzunehmen, was spricht zu dem, was weder Mann noch Frau ist, sondern was darüber steht: das Wesen selber.
Cite:
GA 150/1913-06-08/p018 · edition original