VIII. Erdenwinter Und Sonnen-Geistessieg
Ja, meine lieben Freunde, in den Orten, die draußen lagen am Waldesrand oder inmitten der Äcker und Wiesen, zu denen herunter und hinein sprachen die schneebedeckten Berge und Fernen oder die weiten Ebenen und Seen, in jenen Orten, die nicht durchzogen waren von Schienensträngen und Telegraphendrähten, da konnten die Herzen wohnen, die unmittelbar entzündet waren, wenn die Krippe auferbaut wurde, und wenn erinnert wurde an dasjenige, was das Matthäus- und Lukas-Evangelium von der Geburt des wunderbaren Kindleins erzählte. Was in diesen Erzählungen enthalten ist, was geschehen ist auf Erden so, daß diese Erzählungen davon Zeugnis sind, das lebt und wird weiter leben. Nur braucht eine Zeit, welche eintritt, wir dürfen sagen, in den «Erdenwinter», eine Zeit der Eisenbahnen und Telegraphendrähte und der Essen, stärkere Kräfte in der Seele, um gegenüber dem äußeren Mechanismus, gegenüber der äußeren Materialität, Wärme und Innigkeit im Herzen zu entzünden. Es muß die Seele erstarken, um von der Wahrheit dessen, was geschehen ist zur Vorbereitung des Mysteriums von Golgatha, innerlich so überzeugt zu sein, daß es fest im Herzen lebt, wie auch äußerlich die mechanische Naturordnung in das Erdensein eingreifen möge. Anders durfte die Kunde von dem Kinde in Bethlehem dringen in die Seelen, die am Waldesrand, an Bergeshängen, an den Seen und inmitten der Äcker und Wiesen wohnen durften, anders muß die Kunde dringen von dem gleichen Wesen zu denjenigen, welche den neueren Daseinsbedingungen gewachsen sein müssen.
Cite:
GA 150/1913-12-21/p013 · edition original