{"corpus":"steiner","locus":"GA 150/1913-12-21/p016","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wie sollte man aber, da wir jetzt wissen, daß mit dem einen der Jesusknaben eine Wesenheit auf die Erde kam, welche vorher nicht auf der Erde als solche war, welche eine Seele war, die nicht mitgemacht hat die übrige Erdenentwickelung der Menschheit — die ich ja dargestellt habe in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» -, die gleichsam zurückgehalten war in dem unschuldigen Zustand vor der luziferischen Versuchung, daß eine solche Seele, eine in einem viel, viel höheren Sinne als man gewöhnlich meint, kindliche Menschenseele, zur Erde gekommen ist, wie sollte man nicht diese Menschenseele erkennen als «das Kind der Menschheit»? Was wir Menschen selbst im zartesten Kindesalter nicht mehr an uns haben dürfen, weil wir ja in uns tragen die Ergebnisse unserer früheren Inkarnationen, was wir in keinem von uns noch erkennen können, selbst in dem Augenblicke nicht, wenn wir die Augen zuerst aufschließen auf dem Erdenfelde, in dem Kinde stellt es sich dar, das als der Lukas-Jesusknabe die Erde betrat. Denn es war ja in diesem Kinde eine Seele, die vorher nicht auf Erden aus einem Menschenleibe geboren worden war, die von den Menschenseelen zurückgeblieben war, als die Menschheitsentwickelung auf der Erde von neuem begann, die dazumal, im Beginn unserer Zeitrechnung, ganz im Kindheitsstadium des Menschen auf Erden erschien. Daher jenes wunderbare Ereignis, das uns die Akasha-Chronik enthüllt, daß dieses Kind, der nathanische Jesusknabe, unmittelbar nach seiner Geburt nur seiner Mutter verständliche Laute hervorbrachte, Laute, die nicht ähnlich waren einer der gesprochenen Sprachen der damaligen Zeit oder irgendeiner Zeit, aus denen aber herausklang für die Mutter erwas wie eine Botschaft aus Welten, die nicht die Erdenwelten sind, eine Botschaft aus höheren Welten. Daß dieses Jesuskind sprechen konnte, bei seiner Geburt alsbald sprechen konnte, das ist das Wunderbare!","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"VIII. Erdenwinter Und Sonnen-Geistessieg","site_heading":null,"date":"1913-12-21","location":null,"word_count":287,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/150/1913-12-21/p016","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/150/1913-12-21/p016"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/150/1913-12-21/p016","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}