VIII. Erdenwinter Und Sonnen-Geistessieg
Und wie eine Zweiheit erscheint uns so die ganze äußere Natur. Ganz verschieden das Frühlings- und Sommerwirken und das Herbstund Winterwirken. Wie wenn die Erde selbstlos würde und sich hingeben würde der Umarmung des Weltenalls, aus dem ihr die Sonne Licht und Wärme zusendet und ihr Leben erweckt, wie ihre Selbstlosigkeit zeigend erscheint uns die Frühlings- und Sommererde. Wie ihren Egoismus zeigend, aus sich selber hervorzaubernd alles dasjenige, was sie in ihrer eigenen Atmosphäre enthalten und hervorbringen kann, so steht die Herbst- und Wintererde vor uns. Besiegend das Sonnenwirken, das Weltallwirken durch den Egoismus des irdischen Wirkens, so erscheint uns die Wintererde.
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GA 150/1913-12-21/p024 · edition original