VIII. Erdenwinter Und Sonnen-Geistessieg
Und wenn wir mit dem Auge, das uns die geistige Forschung eröffnen kann, von der Erde weg und auf uns selber sehen, wenn wir überhaupt über das Materielle hinaus zu dem Geistigen schauen, dann erblicken wir noch etwas anderes. Wir wissen es: Ja, in dem, was im Frühlings- und Sommerringen um uns herum sich abspielt, und was so aussieht, als wenn nur in die Entfaltung der Sonnenkräfte hineinwirkten die wetterwendischen Kräfte der Erdenatmosphäre, in dem leben die elementarischen Geister, in dem leben unzählige geistige Wesenheiten, die in dem Elementarreich die Erde umspielen, niedere Geister, höhere Geister. Niedere Geister, die erdgebunden sind in dem elementarischen Reich, die es erdulden müssen während der Frühlings- und Sommerzeit, daß die höheren Geister, die aus dem Weltenall herniederströmen, eine größere Herrschaft ausüben, sie zu Dienern machen des Geistes, der von der Sonne herabströmt, zu Dienern machen die dämonischen Kräfte, die im Egoismus der Erde selber walten. Wir sehen während der Frühlings- und Sommerzeit der Erde, wie die Geister der Erde, der Luft, des Wassers, des Feuers Diener werden der kosmischen Geister, die ihre Kräfte herabsenden auf die Erde. Und verstehen wir den ganzen geistigen Zusammenhang der Erde und des Kosmos, dann gehen unseren Seelen während des Frühlings und Sommers diese Beziehungen auf und wir sagen uns: Du, Erde, zeigst uns dich selber, indem du dir die Geister, welche Diener des Egoismus sind, zu Dienern des Weltenalls, der kosmischen Geister machst, die das Leben hervorzaubern aus deinem Schoße, das du selbst nicht hervorzaubern könntest!
Cite:
GA 150/1913-12-21/p025 · edition original