VIII. Erdenwinter Und Sonnen-Geistessieg
Als die Zeiten herannahten, in denen die Menschen, die an der Zeitenwende der alten und neuen Zeit standen, fühlten: Es kommt eine solche Zeit, die an die Winterzeit der Erde erinnert -, ja da gab es unter diesen Menschen solche Lehrer, solche Weise, die die Zeichen der Zeit zu deuten verstanden, welche aufmerksam machten darauf: Wenn auch unser inneres Seelenleben gleicht der wetterwendischen Wirksamkeit der Außenwelt und so wie da der Mensch weiß: Hinter dieser Wirksamkeit der Außenwelt, besonders im Herbst und Winter, scheint doch die Sonne, lebt und webt die Sonne im Weltenall, sie wird wieder kommen -, so darf der Mensch auch festhalten an dem Gedanken, daß gegenüber seinem eigenen Wetterwendischen, das in seiner Seele lebt, eine Sonne vorhanden ist, tief, tief in jenen Gründen, wo der Quell unserer Seele sprudelt aus dem Quell der Welt selber. Darauf haben aufmerksam gemacht die Weisen an der Zeitenwende, daß so, wie die Sonne wieder erscheinen und ihre Kraft wieder gewinnen muß gegenüber dem Egoismus der Erde, so auch aus jenen Tiefen unserer Seele heraus Verständnis sich wird entwickeln müssen für das, was zu dieser Seele herandringen kann aus den Quellen, wo diese Seele in ihrem Leben selber zusammenhängt mit der geistigen Sonne der Welt, so wie das Erdenleben mit der physischen Sonne der Welt zusammenhängt.
Cite:
GA 150/1913-12-21/p027 · edition original