{"corpus":"steiner","locus":"GA 150/1913-12-21/p029","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Erst fühlte man es wie eine Hoffnung. Und als der große Zeitenwendepunkt gekommen war, wo wirklich sonst Trostlosigkeit und Ode in den Menschenseelen hätten erscheinen müssen, da bereitete sich das Mysterium von Golgatha vor. Da zeigt sich auf dem geistigen Gebiet: Ja, im Inneren des Menschen leben solche Kräfte, welche nur zu vergleichen sind mit den wetterwendischen Kräften der Erdenatmosphäre, mit dem Erdenegoismus. Sie zeigten sich in alten Zeiten, wo die Menschen noch das Erbstück aus den alten Götterkräften in sich trugen, wie jene Kräfte, die im Frühling und Sommer sich zeigen: sie waren Diener der alten Götterhierarchien. Aber in der Zeit, da es gegen das Mysterium von Golgatha hinging, wurden die inneren Kräfte der Menschenseelen immer mehr und mehr so, wie die äußeren dämonischen elementarischen Geister im Herbst und Winter sind. Entreißen sollten sich diese unsere Kräfte den alten Götterströmungen und Wirksamkeiten, wie sich im Winter entziehen die wetterwendischen Kräfte unserer Erde dem Sonnenwirken. Und da trat denn für den Menschen in seiner Erdenentwickelung dasjenige ein, was man immer schon hoffend symbolisch sich darstellte in dem Sieg der Sonne über die Winterkräfte, da trat ein die Weltenwinterwende, in der die geistige Sonne das durchmachte für die ganze Erdenentwickelung, was die physische Sonne zur Wintersonnenwende immer durchmacht. Das sind die Zeiten, in die das Mysterium von Golgatha fiel.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"VIII. Erdenwinter Und Sonnen-Geistessieg","site_heading":null,"date":"1913-12-21","location":null,"word_count":218,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/150/1913-12-21/p029","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/150/1913-12-21/p029"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/150/1913-12-21/p029","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}