I. Die drei geistigen Vorstufen des Mysteriums von Golgatha

GA 152/1914-03-05/p016 ·1914-03-05 · original (original)
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Ohne das Mysterium von Golgatha hätte das Sibyllenelement über die bewußten Ich-Kräfte gesiegt, hätte die Ich-Kräfte zurückgedrängt. Das Ich wäre der Menschheitsentwickelung verlorengegangen. Als Kraft sehen wir den Christus-Impuls in dem Menschheitsgang wirken, auch ohne daß das menschliche Bewußtsein ihn aufgenommen hat, als Kraft, die die Kulturen gestaltet, die die Geschichte der europäischen Völker gestaltet, die die Gestaltung Europas bestimmt. Am 28.Oktober des Jahres 312 ist die Besiegung des Maxentius durch Konstantin. Maxentius befrägt die Sibyllen und ihm wird die Antwort: Ziehst du mit deinem Heere hinaus vor die Tore Roms, wirst du Roms größten Feind besiegen. -— Maxentius hat darauffolgend einen Traum, und dem Sibyllenspruch und Traum folgt er. Er zieht vor Rom hinaus, entgegen aller Vernunft, dem Rat und aller Pläne seiner Feldherren. Auch Konstantin träumt: Er sieht, wie er, das Banner Christi vor sich tragend, über den viermal stärkeren Gegner siegt. Entgegen aller menschlichen Vernunft kommt es zum Kampf, und Konstantin siegt, das Kreuz vor seinem Heere tragend.

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