III. Der Fortschritt in der Erkenntnis des Christus Das Fünfte Evangelium

GA 152/1914-05-27/p007 ·1914-05-27 · original (original)
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Um die Bedeutung dieses Ereignisses kennenzulernen, müssen wir von einer Gefahr sprechen, welche der ganzen menschlichen Entwickelung in der lemurischen Zeit durch die luziferischen Kräfte bevorstand. Wenn diese Gefahr von der Menschheit nicht abgewendet worden wäre, so wäre all dasjenige, was wir sinnliche Wahrnehmungsfähigkeit des Menschen nennen, in Unordnung gekommen. Die Sinneskräfte hätten sich unter dem luziferischen Einfluß nicht so entwickeln können, wie sie sich entwickelt haben, sondern sie wären viel sensibler, viel erregungsfähiger geworden gegenüber der Außenwelt. Zum Beispiel hätten wir dann so dutch die Welt gehen müssen: Wenn wir eine blaue Farbe gesehen hätten, so würde diese an unserem Auge wie gesogen haben und wir würden etwas wie eine aussaugende Kraft empfunden haben, und wenn wir eine rote Farbe gesehen hätten, würden wir etwas empfunden haben wie ein Stechen in den Augen. Wir müssen uns nur vorstellen, was wir Menschen geworden wären, wenn wir auf Schritt und Tritt im Leben durch die Sinneswahrnehmungen in lauter erregenden Eindrücken hin und her geworfen worden wären. Diese Gefahr wurde dadurch abgewendet, daß sich der Christus, ich muß jetzt sagen, nicht verkörperte, sondern verseelte in einer Erzengelwesenheit, und die Kräfte, die dadurch von den geistigen Welten ausstrahlen konnten, ergossen sich in die Menschheitsentwickelung, und die Sinneskräfte wurden harmonisiert, so daß die eben besprochene Gefahr von den Menschen abgewendet wurde und sie das nötige Gleichmaß bekamen. Wir können also heute, wenn wir daran denken, in welcher Mäßigkeit unsere Sinneswahrnehmungen verlaufen, zurückblicken in die alte lemurische Zeit und sagen: Damals war es, dal3 der Christus sich opferte, sich verseelte in einer Erzengelwesenheit und von uns nahm die Gefahr der Hypersensitivität unseres Sinnensystems.

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