{"corpus":"steiner","locus":"GA 152/1914-05-27/p035","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nicht in abstrakter Weise wollte ich sprechen über die Entwickelung des Fortschrittes in der Erkenntnis des Christus, sondern konkret wollte ich anschaulich machen, welche Christus-Erkenntnis in der Gegenwart von der okkulten Wissenschaft errungen werden kann. So wird uns denn ersichtlich geworden sein aus unserer heutigen Betrachtung, daß Geisteswissenschaft, wie wir sie meinen, ein Instrument sein kann zu einer immer tieferen Christus-Erkenntnis. Zu hoffen steht, daß, wenn die Menschheit durch die materialistischen Einflüsse auch noch so weit kommen sollte in der Ablehnung der alten religiösen Vorstellungen über den Christus, die neuere Geisteswissenschaft den Christus der Menschheit wiederum geben wird. Denn diese Geisteswissenschaft spricht nicht aus Theorien heraus über den Christus, sondern eingedenk des Christus-Wortes selbst: Ich bin bei euch bis ans Ende der Erdentage! - Denn in die Erdenaura, in die wir selbst eingebettet sind, ist der Christus hineinergossen. Er lebt darinnen! Und wir können mit ihm als einem geistigen Wesen in der Erdenaura verkehren, wenn wir uns die Möglichkeit dazu aneignen, wie die Jünger einmal auf dem physischen Plan mit dem Christus Jesus gelebt haben. Wir müssen uns nur daran gewöhnen, die lebendige Anwesenheit des Christus in der Erdenaura wirklich zu durchschauen und das Christentum nicht nur zu identifizieren mit einer bloßen Lehre, einer bloßen Doktrin. Seit dem Mysterium von Golgatha ist der Christus da, ist um uns herum. Wir können ihn finden in derselben Welt, in der wir sind, in der er ist, nur nicht in einer physischen Gestalt, sondern als Geistwesenheit.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"III. Der Fortschritt in der Erkenntnis des Christus Das Fünfte Evangelium","site_heading":null,"date":"1914-05-27","location":null,"word_count":243,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/152/1914-05-27/p035","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/152/1914-05-27/p035"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/152/1914-05-27/p035","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}