Erster Vortrag
Wir richten, solange wir im physischen Leibe sind, unsere Blicke rings um uns herum. Da sehen wir die Wesen des mineralischen, des pflanzlichen, des tierischen Reiches, sehen Berge, Flüsse, Meere, Seen, Wolken, sehen Sterne, Sonne, Mond; was wir da äußerlich sehen, hat ein Inneres, und in dieses Innere treten wir selber ein, wenn wir in der geschilderten Weise außerhalb unseres Leibes leben. Wenn wir da drinnen leben, wissen wir: Was in ihnen geistig ist, was sich verbirgt hinter der strahlenden Sonne, hinter den glänzenden Sternen, hinter den Bergen, Flüssen, Meeren, Seen, Wolken, das lebt in unserer Knochenmechanik, wenn wir sie bewegen, und das muß alles da sein. Dann fassen wir auch mehr Verständnis für das, was vorangegangen ist. So wie unser Wille mit unserer Knochenmechanik im innigen Zusammenhange steht, stehen unsere Gefühle im innigen Zusammenhang mit unserem Muskelsystem; dieses Muskelsystem ist ein symbolischer Ausdruck für unser Gefühlssystem. So wie unsere Muskeln gebaut sind, so wie unsere Muskeln uns gestatten, sich zu verkürzen und zu verlängern, um dadurch wiederum die Knochenmechanik hervorzurufen, so ist dazu das Planetensystem notwendig, das wir erkunden, wenn wir uns in unserem astralischen Leib befinden. In unserem Muskelsystem lebt das ganze Planetensystem, wie der ganze Kosmos in unserer Knochenmechanik. Was in entsprechender Weise über die Gedanken und Sinnesempfindungen zu sagen ist, wird noch in den folgenden Vorträgen kommen.
Cite:
GA 153/1914-04-09/p035 · edition original