Sechster Vortrag

GA 153/1914-04-14_02/p022 ·1914-04-14 · original (original)
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Lange bevor man zu diesem Erdenleben heruntersteigt, hat man aus der geistigen Welt heraus ein geistig-ätherisches Urbild auferbaut, das die Kräfte in sich trägt, die man geistig-magnetische Kräfte nennen könnte, die einen hinunterziehen zu einem Elternpaar, von dem man fühlt: Es gibt uns die Vererbungsmerkmale, damit wir in einem neuen Erdenleben auftreten können. Ich habe schon angedeutet, daß der normale Zeitpunkt der ist, in dem wir das Gefühl haben: Wir vereinigen uns mit dem, was sich gefernt hat als unsere Lebensfrucht des letzten Erdenlebens. Aber der Mensch kommt nicht immer bis zu diesem. Unser Leben verfließt dann so, daß wir vollständig den Zusammenhang fühlen würden zwischen dem Leiblichen und Geistigen, wenn wir bis zu diesem Zeitpunkt gelangten, aber der Mensch tritt meistens früher ins Dasein. Die meisten Menschen sind geistige Frühgeburten, und es gleicht sich erst später dadurch aus, daß wir solche Erlebnisse haben, in denen wir vollständig harmonisch wieder zusammenfließen mit den Früchten unserer früheren Erdenleben.

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