The Presence of the Dead on the Spiritual Path

GA 154/1914-04-17/p014 ·1914-04-17 · original (original)

Schon in der Kindheit werden die Menschen später mineralische Einschlüsse haben, werden sie als Krankheitsursachen mitschleppen, wenn sie nicht Vorstellungen entwickeln werden, die den astralischen Leib innerlich regsam erhalten. Sonst würde der Mensch nach dem Tode eintreten in eine geistige Welt, die ihm unklar bleibt, weil er selber kein Licht ausstrahlt. Die Sonne fällt auf eine Fläche, und davon hängt es ab, daß wir die Dinge sehen. In der geistigen Welt aber erstrahlt das Licht von uns aus, wir beleuchten das Feld, das wir sehen sollen. Die Seele, die Geisteswissenschaft zu pflegen den Trieb hat, ist sich vielleicht nicht dieser Verhältnisse bewußt, aber in den Uhtergründen der Seele lebt es. So wie in der physischen Welt das Sonnenlicht von außen kommt, so muß in der geistigen Welt der Mensch sich selbst sonnenhaft machen. Das geistige Brennmaterial, die innere Flamme, die die geistige Welt beleuchtet, müssen wir in uns entzünden, um die Welt zu beleuchten. Es träumen die Physiker davon, daß das Rot der Rose nur Wellenbewegung sei, auf Schwingungen zurückzuführen sei. Man sagt, es gäbe keinen Schall da draußen, sondern nur Luftschwingungen. Was ich als Schall empfinde, lebt nur in meinem Ohr. Ein einfaches Experiment kann uns aber eines anderen belehren: Wenn wir uns nämlich aufwecken lassen durch Klopfen an der Tür. Wenn der Mensch aufmerksam ist, wird er bemerken, daß er noch nicht bewußt war während der Nacht, als er noch schlief, dann aber schon selber in dem Klopfen darinnen war. Wir müssen in die Klopflaute selber hineingehen, wir benützen den anderen als Klopfer, weil unsere Seele nicht selbst klopfen kann. Hätten wir den festen Entschluß, aufzuwachen, dann könnten wir es selbst tun, so benützen wir den anderen nur als ein Mittel.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/154/1914-04-17/p014.json
Cite: GA 154/1914-04-17/p014 · edition original