Die Erweckung spiritueller Gedanken als Zeitforderung

GA 154/1914-05-05/p021 ·1914-05-05 · original (original)
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Aber nun, wenn man den Betreffenden verfolgt, wie er seine letzten Erdenjahre in einem kranken Leib, in einem leidenden Leib, in dem er sich nicht krank wußte, sondern nur leidend, zubrachte, wenn man dies vergleicht mit dem jetzt nun beginnenden geistigen Leben des betreffenden Freundes, so bekommt man ein würdiges Bild von den Zusammenhängen des Lebens zwischen Geburt und Tod und dem Leben nach dem Tode. Vorbereitet hat sich - ich erzähle eine Tatsache der geistigen Welt — in diesem Leibe, der das äußerliche Symptom des Krankseins hatte, eine Summe von Imaginationen. Eine Summe von Imaginationen lebte sozusagen in den kranken Gliedern, starke Imaginationen. Er war ganz erfüllt von dem Inhalt der geistigen Welten, und sie lebten so, daß sie in all diejenigen Organe hineinwirkten, deren sich der Mensch nicht so bewußt ist im täglichen Leben, wie er sich seines Gehirns oder Nervensystems bewußt ist — die er also mehr in seinem unterbewußten Leben durchlebte -, sie lebten dadrinnen und sie konnten um so leichter darin leben, je äußerlich kränker diese Organe waren. Und sie präparierten sich und stehen nun als ein gewaltiges Tableau der geistigen Welt vor der Seele des Toten, der nun in diesen Vorstellungen lebt, die eingefangen waren gerade während seiner letzten Lebensjahre in den Kerker seiner kranken Organe, aber die sich vorbereitet haben in solcher Dichte, daß er sie jetzt als seine Welt außer sich im Geiste hat.

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