Die Erweckung spiritueller Gedanken als Zeitforderung
Im Zusammenhang mit dieser Tatsache, von der ich sprach, die wahrhaftig fühlen lassen kann das Verhältnis der Welt, die wir durchlaufen zwischen Geburt und Tod mit derjenigen wiederum zwischen Tod und neuer Geburt, steht nun etwas, was ich daranschließen möchte, so anschließen möchte, daß ich nicht in abstrakten Gedanken den Zusammenhang ausführe, sondern so, daß ich Sie erfühlen lasse den Zusammenhang. Sehen Sie, man kann hier auf dem physischen Plan ein törichter oder ein gescheiter Mensch sein, man kann auch ein gelehrter Mensch sein: für das Leben nach dem Tode hat das nicht viel Bedeutung, ob man auf dem physischen Plan ein törichter, ein gescheiter oder ein gelehrter Mensch war, wenn sich das Törichte, Gescheite, Gelehrte auf Dinge der physischen Welt bezieht. Wir können noch so gescheit über die Dinge der physischen Welt denken, die Gedanken, namentlich die Art des Denkens über die physische Welt, nützt uns gar nichts, sobald wir durch die Pforte des Todes geschritten sind. Dies hat dann gar keine Bedeutung. Wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geschritten ist, braucht er Gedanken, Vorstellungen, Empfindungen, die sich nicht auf die physische Welt beziehen, die haben dort allein Bedeutung.
Cite:
GA 154/1914-05-05/p023 · edition original