Erster Vortrag

GA 155/1912-05-23/p012 ·1912-05-23 · original (original)
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Es liegt nahe, daß der Mensch das, was er da entstehen und vergehen sieht, mit seinem eigenen Leben vergleicht. Da ist es für eine äußere, rein sinnenfällige und verstandesmäßige Beobachtung auch recht naheliegend, das frühlingsmäßige Hervorgehen der Pflanzen aus der Erde zu vergleichen, sagen wir, mit dem Aufwachen des Menschen am Morgen, und das Hinwelken und Vergehen der Pflanzenwelt im Herbste zu vergleichen mit dem Einschlafen des Menschen am Abend. Aber ein solcher Vergleich wäre ganz äußerlich. Er würde außer acht lassen die eigentlichen Ereignisse, in die wir schon durch die elementaren Wahrheiten des Okkultismus eindringen können. Was geschieht, wenn wir des Abends einschlafen? Wir wissen, wir lassen im Bette zurück unseren physischen Leib und unseren Ätherleib. Mit unserem Astralleibe und unserem Ich ziehen wir uns aus unserem physischen Leibe und unserem Ätherleibe heraus. Wir sind dann mit unserem Astralleibe und unserem Ich während der Nacht, vom Einschlafen bis zum Aufwachen, in einer geistigen Welt. Wir holen uns aus dieser geistigen Welt die Kräfte, die wir brauchen. Aber nicht nur unser Astralleib und unser Ich, sondern auch unser physischer Leib und unser ÄAtherleib machen eine Art Wiederherstellung, eine Art Regeneration durch während des nächtlichen Schlafes, wo sie gewöhnlich, vom Astralleibe und Ich getrennt, im Bette liegen.

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