{"corpus":"steiner","locus":"GA 155/1912-05-23/p019","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wer das mit okkultem Blick verfolgt, sieht, wie das Sprießen und Sprossen im Innern der Menschen entspricht dem, was draußen in der Natur sprießt und sproßt. Und so können Sie sich einen Begriff machen, was da werden kann, wenn man in Zukunft einmal die Geisteswissenschaft, die man heute noch größtenteils als eine Narretei ansieht, aufs Leben anwenden wird, wenn man sie fruchtbar machen wird. Da haben wir zum Beispiel einen Menschen, dem dieses oder jenes fehlt in seinen äußeren Tatsachen des Lebens. Beobachten wir nun einmal, wenn dieser Mensch einschläft, welche Pflanzenarten ausbleiben, wenn sein physischer und sein Ätherleib ihre Vegetation zu entwickeln beginnen. Sehen wir, daß auf der Erde an einer Stelle ganze Pflanzengattungen nicht hervorkommen, so wissen wir, daß da etwas nicht ganz stimmt mit dem Wesen der Erde. Ebenso ist es auch mit dem Fortbleiben gewisser Pflanzen im physischen und Ätherleib des Menschen. Um den Fehler beim Menschen nun gutzumachen, brauchen wir nur auf der Erde aufzusuchen die in dem betreffenden Menschen fehlenden Pflanzen und deren Säfte in entsprechender Weise anzuwenden, entweder in diätetischer Form oder als Arzneimittel, und wir werden dann, aus deren inneren Kräften, die Beziehung von Arznei und Krankheit finden. Daran können wir sehen, wie eingreifen wird Geisteswissenschaft in das unmittelbare Leben. Wir stehen aber erst am Anfange dieser Sache.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Erster Vortrag","site_heading":null,"date":"1912-05-23","location":null,"word_count":216,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/155/1912-05-23/p019","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/155/1912-05-23/p019"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/155/1912-05-23/p019","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}