{"corpus":"steiner","locus":"GA 155/1912-05-23/p024","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Die Orientalisten sagen, es gibt soundsoviele Bodhisattvas, hohe Wesenheiten, die ausgegangen sind von dem Menschen, aber sich nach und nach hinaufentwickelt haben zu jener Höhe, welche wir damit bezeichnen, daß wir sagen: Fine Wesenheit ist durch viele Inkarnationen gegangen und ist dann zu einem Bodhisattva geworden, wie Gautama, der Sohn des Königs Sudhodana, es getan hat. Er war Bodhisattva und wurde Buddha. Der Name Buddha aber wird vielen gegeben dafür, daß sie durch viele Verkörperungen hindurchgegangen, Bodhisattva geworden und dann zur nächsthöheren Würde, zur Buddhawürde, aufgestiegen sind. Der Name Buddha ist ein Generalname. Er gibt eine menschliche Würde an und ist nicht zu denken, ohne daß man auf das Geistig-Seelische blickt, das durch viele Inkarnationen hindurch geht. In dieser Beziehung stimmt der Brahmanismus mit dem Buddhismus völlig überein, daß er den Blick hauptsächlich richtet auf das Individuelle, das durchgeht durch die verschiedenen Persönlichkeiten, und weniger auf die einzelnen Persönlichkeiten, denn es kommt auf dasselbe heraus, wenn der Buddhist sagt: Ein Bodhisattva ist dazu bestimmt, zu der höchsten menschlichen Würde aufzusteigen, zu der man aufsteigen kann, und dazu muß er durch viele Inkarnationen hindurchgehen, das Höchste aber sehe ich in dem Buddha - oder ob der Anhänger des Brahmanentums sagt: Die Bodhisattvas sind in der Tat hochentwickelte Wesen und steigen dann zu den Buddhas auf, aber sie sind von den Avataren, den höheren geistigen Individualitäten, ausgegangen. Sie sehen, die Betrachtung des Geistigen, das da durchgeht durch viele Inkarnationen, ist etwas, das diesen beiden orientalischen Anschauungen eigen ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Erster Vortrag","site_heading":null,"date":"1912-05-23","location":null,"word_count":246,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/155/1912-05-23/p024","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/155/1912-05-23/p024"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/155/1912-05-23/p024","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}