{"corpus":"steiner","locus":"GA 155/1912-05-29/p013","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dazu müssen aber die Bedingungen geschaffen werden. Daher kam es, daß in Europa vorhanden waren versuchte Seelen, welche den moralischen Zusammenhalt verloren hatten, und daß unter ihnen wirkte eine Weisheit aus tief verborgenen Quellen heraus. Aber auch die anderen Kasten, die nach Indien gezogen waren, hatten Angehörige zurückgelassen in Europa. Die Angehörigen der zweiten indischen Kaste, der Krieger, das waren diejenigen, welche in Europa vorzugsweise jetzt zur Macht gelangten. Während sich die Weisen, also diejenigen, die den Brahminen in Indien entsprechen, ganz zurückhielten und von verborgenen Stätten aus ihre Ratschläge gaben, zogen jene in das Volk hinaus, um es zu verbessern nach den Ratschlägen jener uralten europäischen Priester. Es zogen in das Volk hinaus diejenigen, die kriegerischen Sinn hatten. Diese zweite Kaste hatte die größte Macht in den uralten Zeiten in Europa, aber sie lebten so, daß sie ihre Führung von den verborgen bleibenden Weisen erhielten. So kam es, daß gerade die tonangebenden, die wichtigsten Persönlichkeiten in Europa diejenigen waren, die durch solche Eigenschaften glänzten, wie sie gestern besprochen wurden, durch Starkmut und Tapferkeit. Während also in Indien die Weisheit aufs höchste glänzte bei den Brahminen, dadurch, daß sie auslegten die heiligen Schriften, war es in Europa so, daß der Starkmut, die Tapferkeit am meisten geschätzt wurde und die Menschen nur wußten, wo sie die göttlichen Geheimnisse zu holen hatten, von denen sie dann die Tapferkeit, den Starkmut durchströmen lassen mußten.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zweiter Vortrag","site_heading":null,"date":"1912-05-29","location":null,"word_count":231,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/155/1912-05-29/p013","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/155/1912-05-29/p013"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/155/1912-05-29/p013","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1912-05-29_02"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."}}