Zweiter Vortrag

GA 155/1912-05-29/p028 ·1912-05-29 · original (original)
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Sehen Sie sich das Leben von Franz von Assisi an: beachten Sie, wie eigentümlich es verläuft. Im Jahre 1182 ist er geboren. Wir wissen, daß die ersten Lebensjahre eines Menschen hauptsächlich der Entwickelung des physischen Leibes dienen. Im physischen Leibe entwickelt sich vorzugsweise das, was durch äußere Vererbung zutage tritt. Daher tritt in ihm auf, was von der äußeren Vererbung der europäischen Bevölkerung stammt. Die Eigenschaften kommen allmählich heraus dadurch, daß er vom siebten bis zum vierzehnten Jahre, wie jeder Mensch, seinen Ätherleib entwickelt. Aus diesem Atherleib tritt vorzugsweise die Eigenschaft zutage, die als Christus-Impuls direkt in ihm gewirkt hatte in den Mysterien am Schwarzen Meere. Als dann sein astralisches Leben zutage trat vom vierzehnten Jahre an, da wurde insbesondere dadurch die Christus-Kraft in ihm lebendig, daß dasjenige, was mit der Atmosphäre der Erde verbunden geblieben war seit jenem Ereignisse des Mysteriums von Golgatha, selbst in den astralischen Leib einzog. Denn Franz von Assisi war eine solche Persönlichkeit, die auch durchsetzt wurde von der äußeren Christus-Kraft, weil sie in der vorigen Inkarnation nach der Christus-Kraft da gesucht hatte, wo sie zu finden war: in jener besonderen Einweihungsstätte.

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