Dritter Vortrag

GA 155/1914-07-15/p025 ·1914-07-15 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Karma ist eine Angelegenheit der aufeinanderfolgenden Inkarnationen des Menschen. Dasjenige, was die karmische Gerechtigkeit bedeutet, muß mit dem Urteil gesehen werden, das unser irdisches Urteil ist. Dasjenige, was der Christus tut für die Menschheit, das muß mit einem Urteil gemessen werden, das anderen Welten als der Erdenwelt angehört. Und wenn das nicht so wäre? Wenn das nicht so wäre? Gedenken wir des Erdenendes einmal, gedenken wir der Zeit, wann die Menschen ihre irdischen Inkarnationen werden durchgemacht haben. Gewiß wird das eintreten, daß alles bezahlt sein muß bis auf den letzten Heller. Die menschlichen Seelen werden ihr Karma in einer gewissen Weise ausgeglichen haben müssen. Aber stellen wir uns einmal vor, daß alle Schuld bestehen geblieben wäre in der Erde, daß alle Schuld wirken würde in der Erde. Dann würden am Ende der Erdenzeit die Menschen ankommen mit ihrem ausgeglichenen Karma, aber die Erde wäre nicht bereit, sich zum Jupiter hinüberzuentwickeln und die ganze Erdenmenschheit wäre da ohne Wohnplatz, ohne die Möglichkeit, sich hinüberzuentwickeln zum Jupiter. Daß die ganze Erde sich mitentwickelt mit den Menschen, das ist die Folge der Tat des Christus. Alles dasjenige, was für die Erde sich anhäufen würde als Schuld, das würde die Erde in die Finsternis stoßen, und wir würden keinen Planeten haben zur Weiterentwickelung. Für uns selbst können wir im Karma sorgen, nicht aber für die ganze Menschheit und nicht für dasjenige, was in der Erdenevolution mit der ganzen Menschheitsevolution zusammenhängt.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/155/1914-07-15/p025.json
Cite: GA 155/1914-07-15/p025 · edition original