Vierter Vortrag

GA 155/1914-07-16/p021 ·1914-07-16 · original (original)
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Denn so hätte es kommen müssen, weil dem Menschen, wenn das Mysterium von Golgatha nicht gekommen wäre, die Möglichkeit gefehlt hätte, das, was so ausstrahlt von ihm, zu durchdringen mit dem, was in der Sphärenmusik liegt und mit dem, was im kosmischen Leben liegt. Die wären nicht dagewesen, wären nicht eingeströmt in das, was der Mensch von sich ausstrahlt. Diese aber hat der Christus gebracht mit dem Mysterium von Golgatha. Und indem sich, wenn wir den Christus aufnehmen in uns, erfüllt das «Nicht ich, sondern der Christus in mir», belebt sich, indem wir zu dem Christus Beziehungen in uns entwickeln, dasjenige, was so von uns ausstrahlt, was sonst tot wäre. Weil wir den Tod in uns tragen, muß uns der lebendige Christus durchdringen, damit er das, was wir als geistiges Erdenwesen zurücklassen, belebe. In das, was sich von uns loslöst als objektive Sünde, als objektive Schuld, was wir nicht im Karma weitertragen, in das dringt der lebendige Logos, der Christus ein und belebt es, und indem er es belebt, wird eine lebendige Erde zu einem lebendigen Jupiter hinüber sich entwickeln. Das ist die Folge des Mysteriums von Golgatha.

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Cite: GA 155/1914-07-16/p021 · edition original