Erster Vortrag
Da Sie ja alle unsere anthroposophische Literatur kennen, möchte ich die Frage so stellen: Wo sind die Wesenheiten der elementarischen Welt, wo sind die Wesenheiten der geistigen Welt, wo sind die Wesenheiten der höheren Hierarchien? Sie sind da, wo wir sind. Sie sind überall um uns herum; nirgends anders sind sie, als hier, wo der Tisch, die Stühle sind, wo Sie selbst sind. Sie sind überall um uns herum, aber sie sind in bezug auf die Verhältnisse und Vorgänge der Dinge der Außenwelt so dünn und so flüchtig, daß man sagen kann, sie entgehen eben der Aufmerksamkeit der Menschen. Die Menschen gehen immerfort durch die geistige Welt hindurch und sehen sie nicht, weil sie notwendigerweise durch ihre Organisation, die noch unvorbereitet ist für die geistige Welt, eben unaufmerksam sind dafür. Und wenn sie Gelegenheit hätten, in die geistige Welt einzudringen, wie das zur Nacht im Schlafe der Fall ist, dann erweist sich das Bewußtsein als zu schwach, zu dumpf, um die geistigen Wesenheiten wahrzunehmen, die um uns herum sind. Der Mensch ist vom Einschlafen bis zum Aufwachen in der geistigen Welt, in dieser feinen fluktuierenden Welt, aber er nimmt sie nicht wahr, weil sein Bewußtsein zu dumpf ist, um sie wahrzunehmen.
Cite:
GA 156/1914-10-03/p017 · edition original