Vierter Vortrag
Also stellen Sie sich vor, Sie sind in der geistigen Welt mit einem Toten vereint, mit einer Seele, die da lebt zwischen Tod und neuer Geburt. Sie betrachten die menschliche physische Gestalt, in der Sie selber auf dem physischen Plan leben, und Sie betrachten die menschliche ätherische Gestalt. Auf diese schauen Sie zurück, und durch diese spiegelt sich zurück alles das, was der Tote mit Ihnen zu sprechen hat, was er Ihnen mitzuteilen hat, was er denkt, fühlt und will. Zu einem Gesamtsinnesorgan zugleich sind der menschliche physische Leib und der menschliche Ätherleib geworden. Und wir können sagen: Wir haben innerhalb unseres physischen Lebens den physischen und den Ätherleib bekommen, damit wir für die geistige Welt Sinnesorgane haben. Wir werden nun wiederum in einer neuen Weise aufmerksam gemacht darauf, daß das Leben in der physischen Welt nicht bloß das Leben in einem Jammertal ist, aus dem man sich hinauszusehnen hat, wie es eine falsche Asketik will, sondern wir werden darauf aufmerksam gemacht, daß das Leben in der physischen Welt eine große, erhabene, eine göttliche Mission hat. Innerhalb des physischen Lebens eignen wir uns an das, was zu Sinnesorganen für die geistige Welt wird.
Cite:
GA 156/1914-10-06/p024 · edition original