Vierter Vortrag

GA 156/1914-10-06/p025 ·1914-10-06 · original (original)
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Noch genauer werden Sie das verstehen, wenn ich Sie aufmerksam mache auf die Art, wie die Wahrnehmung der geistigen Wesenheiten und Vorgänge dann stattfindet, wenn wir selber in der Zeit zwischen Tod und neuer Geburt sind, wenn wir also nicht vom physischen Plan aus die geistige Welt hellseherisch wahrnehmen, sondern in der geistigen Welt vereint sind mit geistigen Wesenheiten. Solange wir eben einen physischen und einen Ätherleib als unser Kleid tragen, so lange haben wir etwas zum Spiegeln, so lange dienen uns diese als Sinnesorgane. Wenn wir sie mit dem Tod ablegen, so haben wir natürlich als äußere Realität diese Sinnesorgane nicht mehr. Sie könnten nun leicht fragen: Können wir dann in der geistigen Welt zwischen Tod und neuer Geburt nicht wahrnehmen, was wir im Zusammenhang mit den andern Wesenheiten und Vorgängen der geistigen Welt erleben? - Ja, dann ist es eben anders, dann nehmen wir es anders wahr. Auch der Seher muß hier in der physischen Welt in seinem physischen und Ätherleib dasjenige gespiegelt erhalten, was er in der geistigen Welt erlebt. Das ist recht, solange sie vorhanden sind in der physischen Welt, solange nicht der physische Leib durch Verwesung, der Ätherleib durch Auflösung, durch Ergießen in die geistige Welt verloren ist. Wenn wir nun in der geistigen Welt sind und keinen physischen und Ätherleib mehr haben, dann sind wir imstande, aus dem, was die Substanz der geistigen Welt ist, uns die Zeichenwelt, aus welcher der physische Leib und der Ätherleib zusammengesetzt waren, entsprechend hinzuzeichnen. Alles wird von uns eingezeichnet der geistigen Welt. Nehmen Sie an, Sie leben als Seele zwischen Tod und neuer Geburt mit einer anderen Menschenseele zusammen. Dasjenige, was sie Ihnen sagt, oder was Sie ihr sagen, alles das, was sich sonst gespiegelt hätte in Ihrem physischen und Ätherleib, das drückt sich nun in der geistigen Welt in die Akasha-Chronik hinein. Das, was sich sonst im Spiegelbild des physischen oder Ätherleibes ausdrückte, vokalisch oder konsonantisch, das schreiben Sie wirklich jetzt aus eigener Macht in die geistige Welt, in die Akasha-Chronik hinein, um es dann, wenn es nicht mehr nötig ist, selbst wieder auszulöschen, bildlich gesprochen.

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Cite: GA 156/1914-10-06/p025 · edition original