Zeiten der Erwartung
> ANTHROPOSOPHIE > Oh Welt, - du armer Mensch, der du nicht weißt, was hier inmitten deiner sich begibt. > Die wahre Größe dieser wirren Zeit wird hier lebendig menschhaft dargelebt, ein Stück erhabenster Geschichte rollt hier vor uns ab - und wir sind mit in ihm! ICH schaut mir zu. Vielleicht ruft dies dem Sieg. > > O große Welt, du armer Muttermensch die (wieder einmal - O du Träumerin!) nicht weiß, nicht ahnt, was sich in ihr gebiert. > > (1911) > > ICH > > Ich schaue zu, wie sich die alte Welt in mir erhebt und immer wieder streitet, und wie die neue sanft darübergleitet, so wechselweis verdüstert und erhellt. > > Ich schaue zu. Wie endigt wohl der Krieg? Wird sich der trübe Rauch zu Boden schlagen und morgendliche Klarheit drüber tagen? > (1909)
Cite:
GA 156/1914-10-07/p015 · edition original