{"corpus":"steiner","locus":"GA 156/1914-10-07/p023","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"So waren in der neueren Geistesentwickelung Geister heraufgekommen, welche in ihrer geschichtlichen Auffassung so etwas hatten wie eine Art Verwandlungsfähigkeit, so daß auch hier solche Geister wie vor der Pforte desjenigen stehen, was Geisteswissenschaft will. Eine richtige Vorstellung davon, daß wirklich etwas zur Weltentwickelung hinzugekommen ist dadurch, daß Herman Grimm, so wie er es tat, gesprochen hat über Michelangelo, über Raffael, über Tacitus, Shakespeare, Voltaire und über Homer, wird die Menschheit erst durch die Geisteswissenschaft lernen, und diesen Gedanken an die wesenhafte Entwickelung in der Welt auch im Herzen empfinden. Und wenn Sie sich erinnern, was Herman Grimm über den Christus gesagt hat, so haben Sie da wieder etwas wie eine Erwartung dessen, was Geisteswissenschaft über den Christus sagt. So haben Sie wieder eine Probe davon, worauf es mir wirklich sehr ankommt, wenn wir das Hereintreten der Geisteswissenschaft ins heutige Leben ins Auge fassen: darzustellen, wie Geisteswissenschaft kommt als Erfüllung von vielem, was erwartet worden ist. 1895 erschien das Buch, worin von dem «in den Wolken thronenden Gerichtshofe» gesprochen wird. Da fühlt man sich wirklich in innigem Anschluß an das, was da war, wenn man dann von einer Stufenfolge der Hierarchien sprechen darf; da ist das Bild ins Geistige übersetzt, das die innere Wahrheit der Sache wiedergibt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zeiten der Erwartung","site_heading":null,"date":"1914-10-07","location":null,"word_count":207,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/156/1914-10-07/p023","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/156/1914-10-07/p023"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/156/1914-10-07/p023","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 277a/1914-10-07","ga":"277a","lecture":"1914-10-07","kind":"reprint","relation":"the same text served under another volume (a reprint or another edition)"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}