Zeiten der Erwartung

GA 156/1914-10-07/p024 ·1914-10-07 · original (original)
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Und selbst von dieser inneren Verwandlungsfähigkeit zeigten sich schon die Ansätze. Denn so wie Herman Grimm zum Beispiel gesprochen hat über Michelangelo, Raffael, über Homer, Tacitus, Shakespeare, über Voltaire gerade in der Zeit des deutsch-französisischen Krieges im Jahre 1870, die Art und Weise, wie er in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts lebendig zu machen gewußt hat die Schriften Emersons, zeigt uns etwas von der Verwandlungsfähigkeit, zu der der ernste Teil der Menschheit hinstrebt, und die nun ihre Erfüllung in der Geisteswissenschaft finden kann. Und Geisteswissenschaft muß eben gerade das geben, was für jeden Menschen das Allerpersönlichste werden kann, so daß das menschliche Fühlen das weiteste wird, das allerweiteste, aber dafür auch das allerintensivste.

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