{"corpus":"steiner","locus":"GA 156/1914-10-07/p033","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Schöne Worte sagt Herman Grimm im Anschluß an den Empfang dieses Briefes; denn es freute sich ein Geist wie Herman Grimm über die Beziehung zwischen dem geistigen und dem weltlichen Leben. Und in diesem Lichte sah er auch Goethe und seine Zeit, suchte er sich hinaufzuranken zu dem, was vielen Menschen entgeht. Und so konnte es denn kommen, daß Herman Grimm, anschließend an diesen Brief, eine schöne, eine merkwürdige Schilderung gab des Zusammenfließens des geistigen Lebens mit dem Leben der äußeren Welt des 19. Jahrhunderts. Er sagt: «Von Weimar aus» - denn Weimar war für Herman Grimm die erste Hauptstadt des deutschen Geisteslebens; ich weiß es und freute mich oft darüber - «Von Weimar aus waren die Grundlinien der geistigen Fortentwickelung Deutschlands so fest gezogen worden, daß Goethes Anschauungen der natürliche Maßstab blieben. Und als im Drange der nationalen politischen Bedürfnisse Shakespeare neben ihm neu emporstieg, war dieser wie eine nur angehängte Provinz des Goetheschen Reiches. Denn Schlegel hatte Shakespeare in Goethes Deutsch in Goethes Auftrage gleichsam übertragen, und Goethe und Shakespeare vereinigten sich wie zu einer gemeinsam wirkenden Macht» etc. etc.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zeiten der Erwartung","site_heading":null,"date":"1914-10-07","location":null,"word_count":182,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/156/1914-10-07/p033","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/156/1914-10-07/p033"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/156/1914-10-07/p033","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 277a/1914-10-07","ga":"277a","lecture":"1914-10-07","kind":"reprint","relation":"the same text served under another volume (a reprint or another edition)"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}