Erster Vortrag

GA 156/1914-12-12/p025 ·1914-12-12 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

In unserer Zeit sehen wir eine äußere Naturwissenschaft, welche am liebsten alles in eine Art mechanische Bewegung kleinster Massenteilchen umwandeln möchte. Ich habe öfter über dieses Weltbild gesprochen, das die äußere Naturwissenschaft aus unserer Welt macht. Da wird uns gesagt: Ach was Farben - rot, gelb, grün, violett, blau -, nichts als Schwingungen sind das in Wirklichkeit! Die Farbe ist nur etwas, was das Auge hervorruft. Aus so und so viel Schwingungen des Äthers ergibt sich rot, aus so und so viel Schwingungen gelb, aus so und so vielen blau, aus so und so viel Schwingungen violett. - Und man möchte sagen, der moderne Weltbetrachter hat die Tendenz, dasjenige, was er mit seinen Sinnen wahrnimmt in der Welt, aus dem Weltbilde auszutilgen und sich einen materiellen Wirbel an seine Stelle zu setzen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/156/1914-12-12/p025.json
Cite: GA 156/1914-12-12/p025 · edition original