Zweiter Vortrag

GA 156/1914-12-13/p008 ·1914-12-13 · original (original)
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Nun können wir gerade an den Geschmackserlebnissen in interessanter Weise gleichsam den Übergang vom Ich in den Astralleib studieren, von den bewußten Erlebnissen in die unterbewußten Erlebnisse. Es ist ja nicht schwierig zu konstatieren, daß die Geschmackserlebnisse gewissermaßen ersterben, wenn der Nahrungsstoff einen gewissen Weg durchgemacht hat. Für das bewußte Leben ersterben dann die Geschmackserlebnisse, aber das ist nur scheinbar. In Wirklichkeit geht, im groben Sinn gesprochen, das Geschmackserleben des Mundes über in das Geschmackserleben des ganzen Organismus; und der ganze Organismus ist im Grunde genommen durchsetzt von Geschmackserlebnissen im Laufe des Eindringens der Nahrungsmittel in unseren Leib, im Laufe der Verdauung und so weiter; und das, was wir bewußt schmecken, ist nur ein kleiner Teil jenes allgemeinen Schmeckens, das unser ganzer Leib erlebt.

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Cite: GA 156/1914-12-13/p008 · edition original