Zweiter Vortrag

GA 156/1914-12-13/p010 ·1914-12-13 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Da sehen wir, wie die Sphäre der Ich-Erlebnisse untertaucht in die Sphäre der astralischen Erlebnisse. Denn diese differenzierten Organgeschmäcke sind unterbewußt; sie kommen dem Menschen nicht zum Bewußtsein, und dennoch sind sie unendlich bedeutsam. Denn es beruht auf der normalen Entwickelung dieser Organgeschmäcke überhaupt die normale Entwickelung des Menschenlebens, und das Altern besteht zum Teil darin, daß der Astralleib allmählich gegenüber der Gewohnheit des Schmeckens sich abstumpft. Verstehen Sie mich wohl. Der Astralleib stumpft sich in bezug auf die Gewohnheit des Schmeckens ab; das Wort «Gewohnheit» aber in dem Sinne gebraucht, wie ich es gestern gebraucht habe; nach und nach stumpft er sich ab. Wenn aber nicht mehr der Reiz auf den Astralleib und dadurch auch auf den Ätherleib und den physischen Leib ausgeübt wird, was seinen Ausdruck darin findet, daß geschmeckt wird, dann findet überhaupt die Möglichkeit nicht mehr statt, daß der Astralleib durch Geschmackserlebnisse die Lebensgeschehnisse des Ätherleibes und des physischen Leibes durchdringt. Darauf, daß der Astralleib sich abstumpft gegenüber dem Schmecken, beruht ein gutes Stück dessen, was wir das Altern nennen, und darauf, daß ein einzelnes menschliches Organ die frische Fähigkeit des Schmeckens verliert, das heißt, von seinem Astralleib nicht in der entsprechenden Weise durchzogen ist, entstehen die Organerkrankungen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/156/1914-12-13/p010.json
Cite: GA 156/1914-12-13/p010 · edition original