Zweiter Vortrag

GA 156/1914-12-13/p019 ·1914-12-13 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Wenn man dieses bedenkt, dann nuanciert sich einem gleichsam das, was immer wieder und wieder betont wird: Geisteswissenschaft muß durchdringende Gesinnung des Menschenlebens werden. Wenn man in unserer Zeit in so schmerzlicher Weise erlebt, wie menschliches Denken und menschliches Urteilen und auch menschliches Tun zu einem Punkte geführt hat, der unendliche Opfer fordert, und auf der andern Seite zeigt, wie menschliches Urteilen und menschliches Empfinden in eine Sackgasse geraten ist, so sollte das hingenommen werden als ein bedeutsames Zeichen der Zeit dafür, daß eine Neubelebung der Seelenkräfte für die Menschheit notwendig ist. Das sollte man als die Hauptsache ansehen, daß eine Neubelebung des Seelenwesens Jetzt notwendig ist.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/156/1914-12-13/p019.json
Cite: GA 156/1914-12-13/p019 · edition original